Kunst BegreifenAusstellung im Museum der bildenden Künste LeipzigAusstellung Ergebnisse der Malwerkstatt
Eröffnung der Ausstellung mit den Kindern der Malerwerkstadt
Gespräch mit Walter Rosam, künstlerischer Leiter
Museum der bildenden Künste Leipzig, Hof 3, Eintritt frei! Ein Projekt von "Schule mit Zukunft Leipzig Ost", Kunst zum Anfassen"Das ist ja wie ein Feuerwerk aus Farben" so ein Viertklässler, nachdem er und seine Mitschüler die verschiedensten Farben auf die 2 x 2 m große Leinwand gespritzt, geschüttet und geträufelt hatten. Die Fotos sprechen für sich. Mit großer Begeisterung gestalteten sowohl die kleinsten als auch die großen Schüler unserer Schule ihre eigenen echten Kunstwerke. "Toll, dass so ein Projekt an unserer Schule stattfindet. Mal mit einem richtigen Künstler zusammenarbeiten, das macht Spaß" findet eine Schülerin aus der 8. Klasse und drückt ihre "Farbhand" auf den Rücken ihrer Freundin. "Zum Andenken" sagt sie.Berührungsängste gab es hier keine. Jedes Kind, egal ob künstlerisch begabt oder nicht, konnte mitmachen. Es zählte das Dabeisein, das Mittun und die Freude an der Arbeit. Und, dass Kunst auch Arbeit ist, spürten wohl alle. Einmal mit Händen großflächig Farben auf Leinwände aufbringen, Farben rühren und spritzen das war wirklich Kunst zum Anfassen und Anpacken und den Stolz über die erreichten Ergebnisse konnte man allen ansehen. "So viele bunte Kinder habe ich noch nie auf einmal gesehen rote Hände, grüne Füße, gelb bekleckste T-Shirts und etwas blaue Farbe auf der Nase" so eine Lehrerin über ihre bunten Schützlinge. "Können wir das wieder einmal machen?" "Kommen Sie wieder, Herr Rosam?" "Das hat so viel Spaß gemacht und die Bilder sind so schön!" das war die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Und auch die Lehrerinnen und Lehrer, sogar der Hausmeister, ließen es sich nicht nehmen, ihre künstlerische Seite auszuleben.Mit Freude und viel Elan gingen auch sie zu Werke und kein Tropfen Farbe blieb übrig. Es war und bleibt der "Farbtupfer" in unserem Schulalltag im Jahr 2009.Andrea Jähnig
Schule mit Zukunft Leipzig OstDas Projekt "Schule mit Zukunft Leipzig-Ost" setzt sich dafür ein, die Übergänge von einer Bildungseinrichtung in die nächste zu verbessern, um schließlich einen erfolgreichen Einstieg in die Ausbildung oder ein Studium zu ermöglichen. Es geht um bessere Abschlüsse und passendere Anschlüsse. Mit den derzeit zehn beteiligten Leipziger Einrichtungen von der Kindertagesstätte bis zur Berufsschule werden konkrete Projekte in sechs Arbeitsfeldern durchgeführt: Bildung als Prozess gestalten, Lernformen, Lehrerfortbildung/Schul-Management, Elternarbeit, Schule/Wirtschaft, Schule als "öffentlicher Raum"/Öffentlichkeitsarbeit. "Schule mit Zukunft Leipzig Ost" sucht als Netzwerk von Akteuren im Bildungsbereich konzeptionelle Antworten auf die täglichen Herausforderungen der einzelnen Einrichtungen. Kommunikation und die Berücksichtigung vorhandener Initiativen ist dabei Voraussetzung für Verbesserungsprozesse. Eltern werden in die Arbeit einbezogen, Lehramtsstudenten eingesetzt, Unternehmen sowie die Stadt eingebunden.Kunst als pädagogischer Beitrag die Malwerkstatt mit 120 Schülerinnen und Schülern vom 2. bis 9. September 2009 gehört in die Reihe der außergewöhnlichen pädagogischen Beiträge. Besonders, weil in ganz intensiver Weise ein Erlebnis damit verbunden war, etwas zu gestalten und zu schaffen. Durch die öffentliche Präsentation der Ergebnisse erfolgt nun im Sinne der Entwicklungs- und Erziehungswirkung der zweite wichtige Teil. Nehmen Sie sich Zeit, die Ausstellung wird Sie begeistern und anregen! Wolfgang Gärthe
PS: Schule mit Zukunft lebt von der Kommunikation zwischen Beteiligten und Betroffenen deshalb freuen wir uns über Anregungen, Kritik und Informationen. ProBildung Leipzig-Ost gemeinnützige GmbH www.schulemitzukunftleipzigost.de Ich wurde zum Freund LeipzigsAls ich im Januar 2009 zum ersten Mal die drei beteiligten Schulen besuchte, lernte ich überaus engagierte und interessante Führungskräfte, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler kennen ich wurde zum Freund Leipzigs. Als Leiter des Kunstnetzes im Landkreis Miltenberg habe ich in den letzten Jahren viele Projekte an Schulen organisiert und durchgeführt die Malwerkstatt Leipzig Ost war davon mein bisher größtes. Ohne die engangierte, vorbehaltlose Unterstützung der Schulleitung der Adolph-Diesterweg-Schule, der Schulleiterin Frau Bachmann und deren Lehrkräfte sowie des Hausmeisters, wäre dies nicht möglich gewesen. Zum ersten Mal konnte ich ein solches Projekt mit erfahrenen Lehrkräften durchführen, die zusätzlich als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung standen. Deren Besonnenheit und Erfahrung im Umgang mit "jungen Künstlern" hat sich sehr positiv auf den Arbeitsprozess ausgewirkt. Trotz der kindgemäßen Lebhaftigkeit, mit der sich das Projekt entwickelte, arbeiteten die Schüler über drei Stunden konzentriert und mit wachsender Begeisterung an den großen Tafelbildern. Es gab kein Richtig oder Falsch, jedes Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten war Teil einer gemeinsamen Aktion. Es war die Aufgabe der Projektleitung, die Schüler so anzuleiten und zu führen, dass eine nachvollziehbare Bildhaftigkeit entstand. Meine Aufgabe war es, eine Struktur und einen Rhythmus für das gemeinsame Tun vorzugeben und ich war als Leiter Teil des Arbeitsprozesses. Eine solche Aktion fordert die Lehrkräfte vor Ort weit über den Schulalltag hinaus. Zusätzlich waren die Lehrerinnen und Lehrer einen Tag malend selbst aktiv drei Bilder sind als Ergebnis in der Ausstellung. Verständlicherweise hörte ich darum bei vorangegangenen Aktionen oft Bemerkungen wie die, dass dies zwar eine wunderbare Bereicherung gewesen sei, aber man doch jetzt gerne wieder in Ruhe unterrichte. Einzig in Leipzig wollten nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrkräfte wissen, wann es weitergeht. Das wiederum hängt davon ab, ob der Projektträger ProBildung LeipzigOst gGmbH wieder einen Sponsor zur Finanzierung findet. Walter Rosam
"Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele"Pablo Picasso hat in diesem einen Satz wunderbar auf den Punkt gebracht, warum wir auf Kunst nicht verzichten können. Kunst hat mit der menschlichen Seele zu tun, und Kunst ist eine wunderbare Möglichkeit, den Alltag zu verzaubern. Kunst ist ein leuchtender Farbfleck im Grau des Alltags. Aber Kunst ist noch viel mehr: Kunst fordert uns heraus, denn Kunst ist wie ein Spiegel der Wirklichkeit. Kunst zeigt das Bild, das wir uns von der Welt machen. Damit offenbart Kunst, was dem bloßen Auge sonst verborgen gewesen wäre. Diese großformatigen Bilder, die unter Anleitung von Pädagogen des Kunstnetz Miltenberg durch junge Künstler aus Leipzig entstanden sind, stecken voller Leben und Poesie, sie sind phantasievoll und zugleich phantastisch, sie sind ideenreich und farbig wie die Wirklichkeit. Sie sind bestens geeignet, um uns den "Staub des Alltags von der Seele" zu waschen. Und sie helfen uns zu verstehen, wie junge Menschen die Gegenwart erleben, was sie beschäftigt, wie sie unsere Welt interpretieren. Diese Bilder sagen vielleicht mehr aus über das Lebensgefühl junger Menschen, als umfangreiche wissenschaftliche Studien es je könnten. Dafür danke ich dem Kunstnetz Miltenberg, namentlich Walter Rosam und Gabriele Schmidt, die für die Geschäftsführung des Kunstnetzes verantwortlich ist. Eine Aktion wie diese Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig ist von herausragender Bedeutung und sie setzt Zeichen für die soziale Integration von Kindern über die Schule hinaus. Kunst fordert uns heraus. Aber zugleich fördert Kunst unsere Kreativität und unser Können. Daher unterstützt der Bezirk Unterfranken das Kunstnetz Miltenberg nach Kräften mit Zuschüssen aus der Unterfränkischen Kulturstiftung. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern auch im Namen des Bezirkstags von Unterfranken viel Vergnügen, auf dass Ihnen diese Bilder "den Staub des Alltags von der Seele" waschen!Erwin Dotzel
Malwerkstatt spielerischer Zugang zur KunstIm Rahmen einer Malwerkstatt konnten Kinder und Jugendliche Erfahrungen mit kreativen Prozessen sammeln und einen spielerischen Zugang zu Kunst finden. 120 Schülerinnen und Schüler waren an diesem Kunstprojekt aktiv beteiligt. Farbe wurde mit Händen und Füßen unter künstlerischer Anleitung auf Leinwände aufgebracht in diesem Gemeinschaftsprozess entstanden 24 großformatige Kunstwerke. Auch für mich war es eine schöne Erfahrung beim Besuch des Projekts erlebte ich die überspringende Begeisterung der Kinder und Jugendlichen. Und auch ich hatte das Vergnügen, ein Bild aktiv mitzugestalten (für Ausstellungsbesucher ein kleiner Tipp: es ist das Bild mit dem weißen Fleck in der Mitte). Den Initiatoren, dem künstlerischen Leiter Herrn Walter Rosam sowie den Schulleitern und Lehrern und allen Helfern, die mit zusätzlichem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben, spreche ich meinen herzlichen Dank aus. Ich freue mich, dass die wirklich sehenswerten Ergebnisse im Museum der bildenden Künste ausgestellt werden, um die Besucher an der Freude der "jungen Künstler" teilhaben zu lassen.Prof. Dr. Thomas Fabian
ImpressumProjektträger: ProBildung Leipzig-Ost gemeinnützige GmbH
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